True Native Advertising: Das wahre native Themenumfeld

Michael Aumair

Native Advertising ist derzeit in der Online-Werbewelt das Schlagwort Nummer eins. Kaum ein Unternehmen rühmt sich nicht damit, die innovative und erfolgsversprechende Technik anzuwenden. Eines aber entgeht den meisten Advertisern: Native ist nicht gleich native.

Klick und weg

Wer kennt das nicht: Man surft auf einer Website, ein Teasertext zieht die Aufmerksamkeit auf sich und wir klicken, um mehr zu erfahren. Und schon ist es geschehen, man befindet sich auf einer völlig anderen Website, ohne zu wissen, wie es dazu kommen konnte. Ärger macht sich breit. Kein Wunder, ist die Herangehensweise klassischer native ads doch sehr plump. „Don’t trick them. Don’t piss them off“, riet daher auch Erich Goeres, Director of Innovation beim renommierten Time Magazine bei der Fachtagung „Contently Summit“. Zwar zeigen aktuelle Studien, dass die User sich immer mehr an diese fast unhöflich anmutende Werbepraxis gewöhnen und diese zunehmend akzeptieren, allerdings sollte das für die Online-Werbebranche noch lange nicht bedeuten, dass jegliche Ansprüche an noch innovativere Strategien zurückgesteckt werden sollten.

Gefährliche Brüche

In Fachkreisen gilt „True Native Advertising“ als innovative Art und Weise, Content und PR-Texte zu verbreiten. An der Art und Weise, die Methode auch so zu gestalten, dass sie möglichst erfolgreich ist, scheitert allerdings der Großteil der Unternehmen: Einerseits muss der Content dem Publikum authentisch und interessant dargeboten werden, andererseits muss sich der Content nahtlos in das Umfeld des Publishers einfügen. Und natürlich muss auch die beworbene Marke sehen, dass sich der Aufwand für sie lohnt. Es gilt also, viele Seiten zufrieden zu stellen. Als Schlüsselfaktor fungiert aber natürlich der User: Wird er von einem native ad aufgrund seiner redaktionellen Aufmachung in die Irre geführt, weil er eigentlich einen anderen Inhalt erwartete und für ihn überraschender Weise auf eine neue Website geleitet wurde, ist das Spiel verloren. „Das ist nicht True Native Advertising, das ist verschleierte Bannerwerbung“, bringt es Ray Philipose, Produkt- und Verkaufsvizepräsident bei Olive Media online.

Das Teaser Advertorial 2.0

Wirkliches, also „true“ Native Advertising kann mehr, als den User zu verärgern. Es ist nahtlos – und genau hier liegt das Defizit vieler am Markt befindlicher Angebote – in das jeweilige Onlineumfeld eingebaut und erfüllt sowohl die Erwartungen des Advertisers,  des Publishers als auch des Kunden. Und das Wichtigste: Bei der bewussten Entscheidung, den (als „powered by“ gekennzeichneten) Inhalt zu klicken, wird der User eben nicht auf eine neue Website geleitet, sondern bleibt im Umfeld seines Stammmediums und wird dadurch nicht in seiner User Journey unterbrochen. Kurz gefasst: Wenig Verärgerung, niedrige Abbruchsraten. Mit diesem ausgeklügelten Konzept gehen wir bei Content Garden schon seit längerer Zeit neue Wege in der Online-Branche. Unsere Technik ermöglicht es uns, Advertorialkampagnen über den Adserver in unserem Publishernetzwerk auszuspielen. Damit haben wir das klassische Teaser Advertorial gewissermaßen zu einer 2.0-Version revolutioniert, denn anders als es beim Großteil der Online-Advertiser der Fall ist, buchen wir die Kampagnen nicht blind ein, sondern verbreiten sie über das gesamte Publishernetzwerk – Messung, Analyse und Optimierung inklusive.

Die Authentizität macht‘s

In ihrem Umfeld verfügen unsere Kunden über die werbliche Exklusivität: Content, SlideshowAd, TextAds und klassische Displaywerbemittel runden den Onlineauftritt perfekt ab, das zeigt auch die ausgiebige Verweildauer der User auf der Seite. Letztlich ist eben diese Stimmigkeit der Inhalte sowie die Kombination aus nahtloser Integration und gleichzeitiger Authentizität der Werbung unser Schlüssel zum Erfolg: „Erst dann, wenn der User den Inhalt gelesen hat und sich freiwillig dafür entscheidet, dass das, was der Kunde ihm anbietet, für ihn interessant ist, klickt er auf das Werbemittel und landet im letzten Schritt beim Werbekunden. Er hat sich dann aktiv und bewusst für das Angebot entschieden und ist nicht hineingelockt worden“, erklärt CEO Lucas Schärf.

Im nächsten Blog werden wir ebenfalls eine sehr erfolgreiche Methode der Onlinewerbung und gleichzeitig den Neuzugang in unserer Produktpallette vorstellen: Die Sponsored Posts. Wie diese funktionieren und warum sie möglicherweise sogar in der Lage sind, die Online-Branche zu verändern, verraten wir bald.