Die Zukunft des Internets und Content Marketing

Julia Theresa Ortner

Content Marketing ist nach wie vor in aller Munde. Ein Konzept, welches für die Zukunft des Internets nicht mehr wegzudenken ist. Um noch einmal zu untermauern, dass hier nicht nur von einem „Hype“ die Rede sein kann, möchte ich in diesem Beitrag einige Überlegungen zur Internet-Zukunft aufstellen. Diese werden sich allesamt in  Zusammenhang mit Content Marketing bringen lassen.

Das Content Marketing von ‚heute und morgen‘ kann weder als Selbstzweck gesehen werden, noch als reines Instrument zum Erreichen von Ziel XY. Es geht viel mehr um die Verinnerlichung des Konzepts Content Marketing in das Gesamtpaket der Marketingmaßnahmen. Digitalisierung und Mediatisierung haben das Internet rasant zu dem gemacht, was es heute ist: Omnipräsent. Doch unser aller Leben wird sich noch viel weiter in diese Richtung verschieben. Es gibt viele Gründe, warum man auch (und vor allem) mit Hinblick auf die Zukunft des Internets engagiertes Content Marketing betreiben sollte. Hier nun die Wichtigsten.

Gedanken zur Zukunft des Internets

So rasant sich das Web in letzter Zeit entwickelt hat, so unmöglich sind exakte Prognosen über dessen Strukturen in – sagen wir – 10 bis 15 Jahren. Es gibt aber gewisse Entwicklungen, die kaum von der Hand zu weisen sind.

Bereiche der Content Strategie werden wichtiger

Was jetzt schon im Kommen ist, wird in Zukunft noch wichtiger werden. Die rennomierte Marketing-Expertin Hedi Cohen schreibt hier über die Zukunft von Content Marketing. Ein Tipp dabei lautet „Provide multiple content entryways“. Neben Content Marketing selbst spielen nämlich Social Media und mobile Endgeräte eine immer größer werdende Rolle.

Es genügt nicht mehr, Content nur für eine Plattform zu produzieren. Websites müssen heute mit Blick auf die Zukunft extrem flexibel sein. Inhalte müssen so konzipiert sein, dass sie von den Leuten via Social Media gerne geshared werden.

Unternehmen werden zu „Medienunternehmen“

Dass sich unter den größten Medienunternehmen Österreichs mit Red Bulls Media House auch die direkte Tochterfirma eines Getränkeherstellers befindet ist weder Zufall, noch werden in Zukunft Nachahmer ausbleiben.

Es zeigt wie wichtig eine gesteuerte Präsenz in den Medien – allen voran dem Internet – ist und sein wird. Das immer mehr Unternehmen Corporate Blogs betreiben ist der Anfang; Firmen werden früher oder später zu echten Content-Produzenten. So können sich Brands ideal positionieren.

Brands werden zur Community

Auch diese Brands selbst werden sich grundlegend verändern. Durch das moderne Social Web entwickeln sich nämliche echte Communitys, rund um ein Produkt oder eine Marke. Menschen die eine besondere Leidenschaft oder Sympathie für einen Brand haben können sich zunehmend Vernetzen.

Neue Subgruppen entstehen: Harley-Davidson-Fahrer, Apple-Freaks, oder Starbucks-Konsumenten wären prominente Beispiele, die es bereits jetzt gibt. In der Zukunft des Internets kann Content Marketing hier Plattformen bieten und diese Kundenbindung noch weiter verstärken.

Die Generation ‚Always-Online‘ ist die Zukunft des Internets

Schon jetzt ist ein beträchtlicher Teil der Internet-User ständig online. Auch unterwegs – Smartphones und Tablets machen’s möglich. Während sich dieser Trend noch verstärken wird, hat dies auch Anforderungen für das Content Marketing zur Folge.

Die Optimierung hinsichtlich Mobile Devices habe ich ja schon angesprochen; ‚Always Online‘ heißt aber auch, dass der Medienkonsum nicht mehr an gewisse Zeiten gebunden ist. Beispielsweise waren die Abendnachrichten vor nicht all zu langer Zeit noch ein fixer Bestandteil im Alltag des gemeinen Medienkonsumenten; heute können Nachrichtensendungen jederzeit und überall angesehen werden.

Die Zukunft des Internets ist auf User-Seite mit einer extremen Fragmentierung gekennzeichnet. Anwender können also genau das, was sie interessiert, zu jeder Tages- und Nachtzeit abrufen. Die Medien können dem Konsumenten nicht mehr vorschreiben, was diese zu sehen bekommen. Für das Content Marketing heißt das: Inhalte müssen noch genauer auf die Zielgruppe zugeschnitten werden. Und: Es wird kaum mehr ‚ideale Zeitpunkte‘ für ein Posting geben.

Qualität im SEO wird wichtiger

Content Marketing und SEO müssen Hand in Hand gehen, um eine optimale Web-Präsenz zu betreiben. Darüber haben wir ja schon mehrmals berichtet. Der Grund: Suchmaschinen, wie Google, trimmen ihren Algorithmus immer mehr in Richtung Qualität. Schlechter Content und listige SEO-Trickser sollen rigoros aussortiert werden.

„Qualität ist die beste Suchmaschinenoptimierung“ – Dieser Satz ist genau so vielzitiert wie wichtig. Wer einzigartigen Content mit Mehrwert produziert, wird in Zukunft auch besser gefunden werden. Bei der eigenen Arbeit sollte man diesen Approach nie aus den Augen verlieren. Dennoch ist es natürlich sinnvoll, sich über die wichtigsten Ranking-Faktoren stets im Klaren zu sein und neue Entwicklungen im SEO-Bereich zu verfolgen.

Digitalisierung schafft neue Märkte und verändert bestehende

Der Beginn des ‚digitalen Zeitalters‘ kann um die Jahrtausendwende angenommen werden. Hier wurde es möglich, mehr Information digital als analog zu speichern. Seit dem schreitet die Digitalisierung weiterhin rasant voran.

„Die Digitalisierung ist kein Wunschkonzert“ kommentiert Marc Stilke, CEO von ImmobilienScout24, diese Zeiterscheinung. Soll heißen: Eine digitale Content-Strategie wird unumgänglich. Er weist gleichzeitig darauf hin, dass die Digitalisierung neue – vom Web dominierte – Märkte schafft und bestehende transparenter macht.

Fazit

Die Konkurrenz wird immer größer – aber auch die Möglichkeiten. Heute können sich Unternehmen mit Content Marketing einen Vorteil gegenüber der Konkurrenz verschaffen. Unternehmen mit Corporate Blogs generieren eklatant mehr Leads. 90% finden auf Kunden zugeschnittene Inhalte nützlich. Content Marketing ist günstiger und gleichzeitig effektiver, als herkömmliche Marketing-Maßnahmen. Das sind nur einige von vielen Fakten, die das untermauern.

Fakten, welche die Konkurrenz für Unternehmen die Content Marketing betreiben logischerweise wachsen lassen. Doch das Internet der Zukunft bzw. die Zukunt des Internets bietet gleichzeitig unzählige Möglichkeiten, mit denen man neue Wege beschreiten kann. Augmented Reality, Semantisches Web und das sogenannte ‚Internet der Dinge‘ – um nur einige Beispiele zu nennen…